Biozide und andere schwerflüchtige Schadstoffe

Biozide wie Holzschutzmittel
Gestern noch im Laden, heute vom Markt genommen.

Beschreibung

Schwerflüchtige Schadstoffe (SVOC, bzw. POM) gasen über einen langen Zeitraum aus und lagern sich im Hausstaub und an Oberflächen ab. Dies führt zu einer jahrzehntelangen Anreicherung nicht nur im Innenraum, im Körpergewebe, etc

Vorkommen

Holzschutz, Insektenschutz, Teppiche, Montageschäume, Matratzen, Elektrogeräte, Gardinen, Farben, Lacke, Kunststoffe, PVC

Mögliche Symptome

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gedächtnisschwäche, Haut- und Schleimhautreizungen, Taubheitsgefühle, Nerven- und Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen, Allergien, Blutbildveränderungen … Biozide und manche Flammschutzmittel sind als starke Nervengifte bekannt. Viele Weichmacher wirken hormonähnlich, teilweise krebserzeugend. Weichmacher, die im Kinderspielzeug verboten sind, können zu über 50 % eines Bodenbelags ausmachen.

Messverfahren

Üblicherweise führen wir zuerst eine Hausstaubuntersuchung auf ein breites Schadstoffspektrum durch. Materialanalysen geben dann Aufschluss über die jeweiligen Quellen und Verursacher.

Lösung

Der Verursacher wird ermittelt und entfernt. Wenn das nicht möglich ist, wird professionell abgedichtet. Sekundärkontaminationen (Staub, Oberflächen, etc) müssen ebenfalls saniert werden.

Biozide:

Holzschutzmittel und Insektizide,
wie Pentachlorphenol (PCP), Lindan, Pyrethroide (z.B. Permethrin), Chlorpyrifos, etc

Flammschutzmittel:
Antimonoxid, Zinkborate, Chlorparaffine, Hexabrombenzol, organische Phosphor-Verbindungen, halogenierte organische Phosphor-Verbindungen, etc

Weichmacher:

Phthalate (z.B.: DEHP, BBP, DEP, DBP, etc ) gelten als einer der Auslöser von Fogging in Innenräumen

Sonstige:
PCB, PAK, etc