Radioaktivität (Radon)

Radon ist ein gasförmiges Zerfallsprodukt von Radium, welches in der Erdkruste natürlich vorhanden ist. Es gelangt aus dem Erdboden und auffälligen Baumaterialien in die Luft. Im Innenraum können sich die Konzentrationen anreichern. Dabei gibt es große lokale Unterschiede.

Biologische Auswirkung:

Messung von Radon
Radonmessung auf einem Grundstück

Das radioaktive Radon ist besonders gefährlich, da es direkt in die Lunge gelangt. Dabei entsteht Alphastrahlung unmittelbar an der empfindlichen Lungenoberfläche. Feste Zerfallsprodukte lagern sich in der Lunge ab und sorgen dort für eine Dauerbestrahlung. Durch die energiereiche Alphastrahlung ist das Risiko für Krebs sehr hoch. Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Ursache:

Erdboden, Baumasse, Steine, Schlacken, etc

Messverfahren:

Wir setzen Aktivdosimeter ein. Diese messen die Konzentration im Zeitverlauf.
Bei Radonproblemen suchen wir mit hochempfindlichen Radonmonitoren nach den Eintrittspfaden.
Verfügbarkeit und Preis auf Anfrage

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Radonmessung mit dem Aktivdosimeter
Messdiagramm

Beispiel:
Bei dieser Messung treten nachts immer wieder Spitzen zwischen 300 und 400 Bq/m3 auf. Bei diesen Konzentrationen ist das Krebsrisiko bereits um ein Drittel erhöht.

Dieses Problem konnte nur durch unsere Aktivdosimeter aufgedeckt werden. Passive Dosimeter zeigen nur den Durchschnittswert – in diesem Beispiel weniger als die Hälfte!

Passivdosimeter wären zwar billiger, hätten aber dieses Problem übersehen. Das wäre am falschen Ende gespart!

Radon selber messen

Selber messen:
Erst eine Messung zeigt, ob bestimmte Wohnbereiche überdurchschnittlich belastet sind und Handlungsbedarf besteht. Mit unseren elektronischen Radon-Dosimetern können Sie die Raumluftkonzentration einfach und kostengünstig messen. Eine Langzeitaufzeichnung im Stundenprofil gibt Auskunft über Konzentrationsspitzen, Schwankungen und Trends.
mehr Informationen

 

 

„Radon-Belastung wird unterschätzt“

(dpa, 19.03.2010)

„Krebsrisiko größer als durch Asbest“

(Deutsches Ärzteblatt, 19.03.2010)

„Jeder elfte Lungenkrebstote in Europa durch radioaktives Radon“

(Bundesamt für Strahlenschutz BfS, Pressekonferenz am 01.02.05 in München)

„Radon in Wohnungen ist wichtigster Umweltrisikofaktor für Lungenkrebs.“

Studie, PDF, 65 KB
Umweltmedizinischer Informationsdienst, Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), 1/2005.