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Die etwa 150 bekannten Arten der Gattung Aspergillus gehören zu den häufigsten und wichtigsten Schimmelpilzen im Boden, verrottendem Pflanzenmaterial und gelagertem Getreide. In tropischen und subtropischen Regionen sind sie verbreiteter als Penicillium. In den gemäßigten Klimaten herrscht dagegen Penicillium vor. Aspergillus-Arten sind wirtschaftlich von großer Bedeutung, da sie einerseits biotechnologisch genutzt werden, andererseits großen Schaden als Lebensmittelverderber anrichten. In Innenräumen können sie auf einer Vielzahl von Substraten und unter unterschiedlich feuchten Bedingungen wachsen. Verschiedene Species können vor allem bei immunsupprimierten Patienten Infektionen von Haut, Hornhaut, Ohr und Respirationstrakt hervorrufen. Bei Asthmatikern und Mukoviszidose- Patienten tritt die allergische bronchopulmonale Aspergillose auf. Einige Arten sind in der Lage Mykotoxine (Pilzgifte) zu produzieren. Diese können über Sporen in die Raumluft gelangen und durch die Bewohner aufgenommen werden. Das hochwirksame Mykotoxin Aflotoxin, das im Zusammenhang mit verschimmelten Nahrungsmitteln eine wichtige Rolle spielt, wird von Species der Gruppen nomius, flavus und parasiticus produziert. Bekannte Mykotoxine,die von Vertretern der Gattung Aspergillus gebildet werden, sind z.B die Aflatoxine B1, B2, G1, G2, M1, Sterigmatocystin, Kojisäure, b-Nitropropansäure, Cyclopiazonsäure, Nidulotoxin, Ochratoxin A, Penicillinsäure, Xantomegnin, Viomellein und Vioxanthin.
Quelle: www.baubiologie.net

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