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Endosulfan ist ein seit 1956 benutztes Insektizid und Akarizid (Kontakt- und Fraßgift). Es wird im Pflanzenschutz und Forst gegen beißende und saugende Insekten eingesetzt. Es ist im alkalischen Bereich nicht besonders stabil und wird durch Laugen zersetzt. Im Gewebe im Körper konnte im Tierversuch keine wesentliche Anreicherung festgestellt werden. Endosulfan ist nach der Gefahrstoffverordnung als giftig eingestuft. Die Sättigungskonzentration in Luft liegt bei 130 µg/ m3. Es sind also bei großflächiger Verwendung im Innenbereich somit Konzentrationen oberhalb von 1 µg/ m3 leicht erreichbar. Der Wert von 1 µg/ m3 wird bei verschiedenen anderen Chlorkohlenwasserstoffen wie Lindan oder Pentachlorphenol als Richtwert genannt, bei dessen Überschreitung Maßnahmen getroffen werden sollten. Der MIK-Wert (Maximale Innenraum-Konzentration) liegt bei 6 µg/ m3, der MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration) liegt bei 100 µg/ m3. Beim Menschen zeigen sich Symptome in Form von Kopfschmerzen, Benommenheit, Desorientierung, krampfartige Anfälle und pathologische EEG-Veränderungen. Von einem Einsatz in Innenräumen ist dringend abzuraten.
Quelle: www.baubiologie.net

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