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Flugasche (FA) ist feinkörniger Staub, der hauptsächlich aus kugelförmigen, glasigen Partikeln besteht und bei der Verbrennung feingemahlener Kohle anfällt. Flugasche hat puzzolanische Eigenschaften und reagiert daher mit dem Ca(OH)2 aus dem Zement zu festigkeitsbildenden C-S-H-Phasen. Der Gehalt an wirksamem SiO2, wie er gemäß DIN EN 197-1 festgelegt und bestimmt wird, muss mindestens 25 M-% betragen. Flugasche, die durch Abscheidung an Elektrofiltern gewonnen wird, wird auch als Elektrofilterasche (EFA) bezeichnet.

Als Betonzusatzstoff nach DIN 1045 dürfen nur Steinkohlenflugaschen nach DIN EN 450 oder Flugaschen aus Hartbraunkohle bzw. Braunkohle mit gültiger allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) verwendet werden.

Einfluss von Flugasche auf Betoneigenschaften: Verringerung des Wasserbedarfs, Verlängerung der Erstarrungszeit, Verringerung der Frühfestigkeit, Verbesserung der Verarbeitbarkeit, Herabsetzung der Wärmeentwicklung, Erhöhung der Wasserundurchlässigkeit
Wesentliche Bestandteile

Kieselsäure (SiO2)
Tonerde (Al2O3)

Kieselsäurereiche Flugasche (V) besteht überwiegend aus reaktionsfähigem SiO2 und Al2O3 und weist puzzolanische Eigenschaften auf. Kalkreiche Flugasche (W) weist zusätzlich reaktionsfähiges CaO auf und hat daher latent-hydraulische und/oder puzzolanische Eigenschaften.1
Charakteristik

2/3 der in Deutschland anfallenden Steinkohlenflugasche wird im Betonbau eingesetzt (65 % Transportbetonbereich, 35 % Betonwerkbereich).1

 

Quellen:
Neroth G., Vollenschaar D.; Wendehorst Baustoffkunde,;Vieweg + Teubner Verlag, 27. Auflage, 2012
www.wecobis.de

 

Laut wecobis.de sind „Flugaschen sind gesundheitlich unbedenklich und es gehen von ihnen keine Gefahren für die Umwelt aus.“ Es darf bezweifelt werden, dass es bei dieser Einschätzung bleibt. Oft erhöhter Schwermetallgehalt und Partikel im Nanobereich lassen eine derart verkürzte Einschätzung nicht zu.

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