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Mit dem Begriff Human-Biomonitoring oder „biological monitoring“ bezeichnet man Messungen in humanbiologischen Materialien wie Blut, Urin, Haaren, Zähnen usw.
Zu unterscheiden ist zwischen einem Belastungsmonitoring (bei dem Fremdstoffe oder deren Stoffwechselprodukte direkt bestimmt werden) und einem biochemischen Effektmonitoring (das im Messen von Reaktionsprodukten von Fremdstoffen mit körpereigenen Substanzen wie Methämoglobin, Protein- oder DNA-Verbindungen besteht).

Es dient somit als Maß für die tatsächlich vom Organismus aufgenommene Schadstoffdosis über alle Aufnahmepfade und spiegelt zudem die individuellen Besonderheiten bezüglich der Aufnahme, Speicherung, Metabolisierung und Ausscheidung des Fremdstoffes im menschlichen Organismus wieder.
Unter Beanspruchungsmonitoring wird die quantitative Erfassung von Reaktionen und Wechselwirkungen des Fremdstoffs mit Proteinen, Nukleinsäuren (z.B. Hämoglobin- und DNA-Adukkten) (Biochemisches Effekt-Monitoring), Enzymen (z.B. ?-Aminolävulinsäure) und anderen funktionellen Biomolekülen (z.B. Chromosomen, Lymphozyten) (Biologisches Effekt-Monitoring) des Organismus verstanden.

Ein Beispiel für ein Biologisches Effekt-Monitoring ist die Bildung von Mikrokernen, die durch Chromosomenfehlverteilung in der Mitose auftreten. In diesem Zusammenhang ist das Human-Biomonitoring eingebettet in ein System zur Erfassung und Überwachung von Umwelteinflüssen auf den Menschen und vervollständigt die im Umweltmonitoring erhobenen Daten zur Äußeren Exposition.

Quelle: Bay. Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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