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eine hochpolymere organische Substanz. Der Latex, eine Emulsion aus 37% Kautschuk und 60% Wasser , wird bei baumartigen Pflanzen durch Anzapfen der Rinde, bei Sträuchern durch Zerkleinern der Kautschuk liefernden Pflanzenteile und anschließender Extraktion gewonnen. Die Verwendung von Kautschuk ist sehr vielfältig. Nach der Vulkanisation wird der jetzt als „Gummi“ bezeichnete Kautschuk für Fahrzeug- und Flugzeugreifen, Schläuche, Dichtungen, Imprägnierungen, medizinische Artikel, Treibriemen und für Bodenbeläge, insgesamt für mehr als 50.000 verschiedene Artikel, verwendet. Hartkautschuk (Hartgummi) wird durch längere Vulkanisation und höheren Schwefelzusatz (30-35%), Weichkautschuk (Weichgummi) durch geringen Schwefelzusatz (max. – 4%) gewonnen.

ACHTUNG: Naturkautschuk ist nicht zu verwechseln mit Synthesekautschuk (SR)! Hier einige Typen:
Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR)
Hergestellt durch Copolymerisation von Butadien und Styrol. Häufige Additive sind Flammschutzmittel, Weichmacher etc.
SBR ist oft Ursache des unangenehmen „Neugeruch“ von textilen Bodenbelägen mit Schaumrücken. Die übrigen Monomere können äußerst geruchsintensive Substanzen (4-Phenylcyclohexen, 4-Vinylcyclohexen) bilden.
Chloropren-Kautschuk (CR)
Butylkautschuk (IIR)

Quelle: www.baubiologie.net

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