« zurück zum Glossar Baubiologie

Die verschiedenen Klebstoffarten lassen sich zum einen nach der chemischen Basis (organische/anorganische Verbindungen und Silikone) und zum anderen nach dem Verfestigungsmechanismus (physikalisch oder chemisch) einteilen.

Unter physikalisch abbindenden Klebstoffen versteht man solche, bei denen bereits der fertige Klebstoff, das heißt das Polymer an sich, in die Klebefuge eingebracht wird. Dazu wird ein physikalisches Verfahren angewendet, das den Klebstoff zunächst in eine verarbeitbare Form bringt, um ihn später im Klebespalt wieder verfestigen zu lassen.

Bei chemisch härtenden Klebstoffen, oft auch Reaktionsklebstoffe genannt, werden die einzelnen chemischen Bausteine für den Klebstoff im richtigen Verhältnis in die Klebefuge eingebracht. Die Verfestigung erfolgt danach durch chemische Reaktion der Bausteine miteinander. Grundsätzlich unterscheidet man bei den Reaktionsklebstoffen zwischen zwei- (oder mehr-) komponentigen und ein-komponentigen Systemem. So gehören z.B. Kunstharze zu den chemisch härtenden Klebstoffen und bestehen i.d.R. aus mindestens zwei Komponenten. Kunstharze sind synthetische Harze, die durch Polymerisations-, Polyadditions- oder Polykondensationsverfahren hergestellt werden. Die Vermischung beider Teile (Harz und Härter) ergibt die reaktionsfähige Harzmasse. Bei der Härtung steigt die Viskosität an, und nach abgeschlossener Härtung erhält man einen unschmelzbaren (duroplastischen) Kunststoff.

Quelle: Bay. Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

« zurück zum Glossar Baubiologie