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Künstliche Mineralfasern KMF werden zu „Mineralwolle“ (z. B. Glaswolle, Steinwolle) als Filze, Matten oder Platten sowie als lose Wolle verarbeitet. Produkte aus künstlichen Mineralfasern zeichnen sich durch Temperaturbeständigkeit aus, haben gute Dämmeigenschaften und sind relativ leicht zu verarbeiten. Wie alle Mineralfaserprodukte geben auch die aus Mineralwolle gefertigten Produkte Faserstäube ab, aufgrund der besonderen Materialeigenschaften jedoch weit weniger als z. B. Asbestprodukte.
Seit den 1980er-Jahren und verschärft noch seit Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung 1995 sowie der Energieeinsparverordnung von 2002 werden in Deutschland jährlich mehrere Mio. Kubikmeter Mineralwolle-Erzeugnisse in Gebäuden verarbeitet.
Etwa seit Ende der 1990er-Jahre sind in Deutschland nur entsprechend geprüfte biolösliche KMF-Dämmstoffe im Handel. Von diesen Materialien geht (laut UBA) kein Gesundheitsrisiko aus. Bei früher eingebauten KMF-Produkten (bis ca. 1998) sollen notwendige Sanierungsmaßnahmen, bei denen Fasern frei gesetzt werden können, mit Bedacht und nur bei guter Lüftung während der Arbeiten vorgenommen werden. Die TRGS 521 beschreibt die Schutzmaßnahmen, die bei Abbruch, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit alter Mineralwolle ergriffen werden müssen.
Quelle: UBA

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