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Lindan (Gamma-Hexachlorcyclohexan; γ-HCH) wurde etwa seit 1945 als Insektizid in der Land- und Forstwirtschaft, im Holzschutz und in der Veterinär- und Humanmedizin eingesetzt. Lindan spielte lange Zeit eine besondere Rolle bei der Bekämpfung holzzerstörender Insekten sowie bei Schäd-lingsbekämpfungsmaßnahmen im Rahmen des Bundesseuchengesetzes.
In „westdeutschen“ Holzschutzmitteln lag Lindan damals in der Regel gemeinsam mit Pentachlorphenol in einem Verhältnis Lindan: PCP von etwa 1:10 vor. In der DDR wurde bevorzugt die Wirkstoffkombination DDT/Lindan eingesetzt. Da die Verwendung von Lindan als Wirkstoff in Holzschutzmitteln in der Regel gemeinsam mit Pentachlorphenol erfolgte, sind in betroffenen Schulräumen primär die PCP-Belastungen auffällig. Durch eine PCP-Sanierung entsprechend der PCP-Richtlinie wird deshalb in der Regel auch gleichzeitig die Lindan-Belastung reduziert.
Quelle: UBA

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