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So erreichen Sie uns:

Baubiologe (IBN)
Stephan Streil
Eichendorffstr.6
82223 Eichenau b. München

Tel: 0 81 41 – 53 78 34
oder 0 89 – 81 03 99 61
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Kurzinfo:

Sachverständigenbüro für Baubiologie & Umweltanalytik
Baubiologische Messtechnik
Dozent & Fachautor

Wir untersuchen Häuser, Grundstücke, Wohn- und Arbeitsräume auf Schadstoffe, Elektrosmog und Schimmel, erstellen Schadensgutachten und beraten zur Sanierung.

Unsere Leistungen:

  • Messung von:
    Elektrosmog, Mobilfunk, Bahnstrom, Hochspannung, Radioaktivität von Baustoffen, Radon, geologischen Störungen
  • Untersuchung von Luft/Material auf:
    Holzschutzmittel, SVOCs, Lösemittel, VOCs, Asbest, KMF, Formaldehyd, Fogging, Schimmelpilze.
Phasenkompensation Und Netzfreischalter
Dreiphasenwechselstrom Abbildung: Wikipedia

Phasenkompensation und Netzfreischalter

Zugegeben, das klingt spröde und nach einem Thema nur für Spezialisten…
Dieser technische Zusammenhang wirkt jedoch in jedem elektrifizierten Schlaf- und Kinderzimmer, und: Wenn bei der Sanierung die Regeln der Phasenkompensation nicht beachtet werden, kann es Probleme geben – bis hin zur Verschlechterung durch ungezieltes Abschalten.
Dann hilft der „einfach mal eingebaute Netzfreischalter“ genauso wenig wie die „wahllos geschluckte Pille“.

Drehstrom im Haus

Die Feldkompensation des Drehstromnetzes ist umso besser, je näher die drei Außenleiter beieinander liegen. In der Mitte eines Drehstromkabels gibt es daher praktisch keine elektrischen Wechselfelder.
Im Haus werden die drei Außenleiter (Phasen) jedoch nach Zufallsprinzip auf verschiedene Stromkreise verteilt. Dadurch kann die oben beschriebene Phasenkompensation aufgehoben werden.

Gedankenexperiment

In einem Raum, in dem auf zwei benachbarten Flächen jeweils nur Leitungen eines Außenleiters verlegt sind, wäre in der Raummitte das elektrische Feld nahe Null! Der ideale Platz für ein Bett wäre hier in der Mitte des Raumes.

In der Praxis …

In der Realität  ist das nicht so geordnet und so entsteht in den Räumen ein unkalkulierbarer „Feldsalat“. Dessen Zusammensetzung hängt vom Leitungsverlauf, der Kabelart und baulichen Gegebenheiten wie Baustoffe und Restfeuchte ab. Je nach Baustoffkenngrößen und -feuchte ergibt sich eine abweichende kapazitive Ankoppelung. Dadurch kommt es zu einer unterschiedlich weiten Feldverschleppung, die auch mehrere `zig Meter betragen kann.
Leichtbaukonstruktionen aus Holz oder Gipskarton schirmen elektrische Felder besonders schlecht ab und verschleppen diese daher sehr weiträumig. Aus diesem Grund gehört in ein gesundes Holzhaus eine abgeschirmte Elektroinstallation. Aber das wäre wieder ein eigenes Thema.

Netzfreischalter – einfach abschalten?

In jedem Raum kommt es zu einem unterschiedlichen „Feldmix“ mit meist unsymmetrischen Komponenten. Daher genügt es häufig nicht, einfach den Stromkreis des jeweiligen Zimmers mit einem Feldfreischalter auszustatten. Ganz im Gegenteil:
In vielen Fällen sorgt das gut gemeinte Abschalten der Sicherung (also auch der Netzabkoppler) zu größerer Asymmetrie und damit erhöhten Feldstärken!

Ein fachkundiger Elektriker brachte das auf die Formel: „Wer ohne sachkundige Messung Netzfreischalter in einem Steinhaus einbaut, handelt fahrlässig – beim Holzhaus sogar grob fahrlässig.“ (Werner Bopp)

Individuelle Diagnose

Jeder Fall ist anders und muss individuell beurteilt werden. Bei unseren Messungen erarbeiten wir daher immer objektbezogene Abschaltempfehlungen. Zunächst werden die möglichen Konstellationen messtechnisch überprüft.
Das dauert mal länger, mal kürzer – je nach Bauweise, Qualität und Komplexität der Elektroinstallation.

Individuelle „Therapie“

Die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen sichert den Sanierungserfolg. Das kann mal nur „Stecker ziehen“, mal Freischaltung, oder auch mal der gezielte Phasentausch (zur Optimierung der Kompensationseffekte) sein.

Es ist ähnlich wie beim Arzt: Ohne individuelle Untersuchung und Diagnose keine erfolgversprechende Therapie!

 

Lesen Sie auch: Abschirmung (zu) leicht gemacht

 

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