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Heizanlagen, und insbesondere Luft-Wärmepumpen können die gute Nachbarschaft stören. Unerwünschte Schallentwicklungen sind sie häufig Gegenstand von Beschwerden und Auseinandersetzungen. Gute Nachbarschaft wird so leider allzu oft zur Last.

Das Thema ist heiß. Es treibt nicht nur Betroffene, sondern auch Behörden, Planungsbüros und Hersteller um. Das zeigte die voll ausgebuchte Tagung:

Fachtagung im Bauzentrum München

Das Thema Schallbelastung durch Wärmepumpen rückt zunehmend in den Fokus. Die verdichtete Bebauung sowie eine zunehmende Zahl an Wärmepumpen führen zu einem Anstieg bei den Problemfällen. Besonders beim Aufstellen einer Wärmepumpe im Freien ist Rücksicht auf die Nachbarschaft zu nehmen – im Einklang mit den Vorgaben der Bauordnung.

Vielfach werden Luft-Wärmepumpen eingesetzt, um die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Energieeinsparung und Einsatz erneuerbarer Energien auf effiziente und kostengünstige Art zu erfüllen. Diese Bauvorhaben können auf eine Wärmepumpe oft nicht verzichten. Die Nachbarschaft ärgert sich, wenn die Wärmepumpe zur unerwünschten Schallbelästigung wird. Bei zunehmender Dichte an aufgestellten Wärmepumpen können die Schall-Emissionen somit deutlich zunehmen. Bei entsprechender technischer Planung steht die Wärmepumpe an einem Ort, der bestmöglichen Schallschutz gewährleistet. Damit können schwierige juristische Auseinandersetzungen vermieden werden, die letztlich auch das nachbarschaftliche Zusammenleben absehbar beeinträchtigen.

Das Grundproblem: Lärmbelastung durch Wärmepumpen

Luftbewegung ist immer laut, und darauf beruht ja eben das Funktionsprinzip der Luftwärmepumpen. Hier hat sich technisch Einiges getan: Stolz wird der „Eulenflügelventilator“ hervorgehoben. Der sei zwar Stand der Technik – ist zum Leidwesen Betroffener aber im Bestand noch deutlich unterrepräsentiert.

Aufstellort der Wärmepumpen

Technisch: Aufstellung zu nahe an reflektierenden Flächen oder gar in Ecken macht selbst aus dem Flüstern des Eulenflugs ein Getöse.

Rechtlich: Auch Wärmepumpen müssen Abstandsflächen einhalten – dieses Statement des Juristen sorgte bei vielen Fachleuten für Verwunderung. Damit wären 3 Meter Mindestabstand zur Grundstücksgrenze gefordert.

Räumliche Trennung

Durch räumliche Trennung der Außeneinheit mit Ventilator (Außen) und den restlichen Aggregaten (im Gebäude) lässt sich die Schallbelastung draußen reduzieren. Wird jetzt noch die Außeneinheit rücksichtsvoll platziert – und nicht wie eine Kanone auf die Nachbarschaft gerichtet – ist schon viel erreicht.

Einbau im Gebäude

… ist auch ein guter Ansatz. Denkbar ist dabei beispielsweise Luftführung über Lichtschächte. Wird gut geplant und die Wärmepumpe konsequent schallentkoppelt, steht selbst im Schlafzimmer darüber der ungestörten Nachtruhe auch  bei gekipptem Fenster nichts mehr im Wege.

Schallleitfaden Wärmepumpe

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