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integrierendes Langzeit-Messverfahren für Radonmessung, d.h. es wird ausschließlich der Mittelwert über die gesamte Expositionsdauer (1 bis 12 Monate) ermittelt.

„Die beim Zerfall des Radon-222 und seiner in der Messkammer neu gebildeten kurzlebigen Zerfallsprodukte emittierten Alphateilchen bilden in einem Kernspurdetektor, der sich im Messvolumen befindet, latente Spuren, die durch ein chemisches Ätzverfahren sichtbar gemacht werden können (Abbildung). Aus der Teilchenspurzahl wird die Radonexposition bestimmt.

Die Diffusion von Radon in das Messvolumen ist ein ständiger Prozess und kann bei den verwendeten Messgeräten nicht unterbrochen werden. Deshalb sind Exposimeter, die zur Überwachung der Radonexposition an Arbeitsplätzen eingesetzt werden außerhalb der Arbeitszeit bzw. in Zeiten, in denen keine Messungen durchgeführt werden, an Orten mit geringen Radonkonzentrationen zu lagern. An den Lagerorten sollten die dort zusätzlich auftretenden Messeffekte mit weiteren Messgeräten ermittelt werden, um gegebenenfalls die Expositionen der beruflich strahlenexponierten Personen korrigieren zu können.“ Quelle: BfS

Für die baubiologische, vorsorgeorientierte, Bewertung ist dieses Messverfahren nicht – oder nur sehr eingeschränkt – anwendbar. Um die tatsächliche Exposition des Raumnutzers bei schwankenden Konzentrationen zu erfassen, sind zeitaufgelöste Messungen nötig. Denn: Der Mittelwert sagt wenig darüber aus, welchen Konzentrationen der Raumnutzer tatsächlich ausgesetzt ist.

Siehe auch Exposimeter

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