Überspringen zu Hauptinhalt
« zurück zum Glossar Baubiologie

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen relativer und absoluter Luftfeuchte.

Die absolute Luftfeuchte stellt den Anteil von Wasserdampf in einem Volumen Luft dar.
Dabei gilt generell: Warme Luft kann mehr Wasserdampf speichern als kalte Luft.
So kann z.B. ein Kubikmeter Luft bei 22 °C höchstens ca. 20 g Wasser in Form von Wasserdampf speichern; bei 0 °C nur ca. 5 g.

Die relative Luftfeuchte gibt an, in welchem Maß die Luft mit Feuchte gesättigt ist. Bei einer relativen Luftfeuchte von 50 % enthält die Luft nur die Hälfte der Wasserdampfmenge, die bei der entsprechenden Temperatur maximal enthalten sein könnte. So enthält ein Kubikmeter Luft bei 22 °C und einer relativen Luftfeuchte von 50 % ca. 10 g Wasser.
Beim Lüften im Winter wird kalte Luft, die wenig Wasser in Form von Wasserdampf enthält, in den Raum gebracht. Erwärmt sich dann die Luft, so sinkt die relative Luftfeuchte in diesem Luftpaket. Dieser Effekt ist im Winter häufig dafür verantwortlich, dass nach Fensterlüftung die relative Luftfeuchte im Raum zeitweilig sinkt. Durch Feuchtequellen im Innenraum – z. B. durch das Atmen und die Transpiration der Raumnutzer, durch Zimmerpflanzen und den Luftaustausch mit angrenzenden Räumen (z.B. durch Duschen, Waschen, Kochen) – wird dieser Effekt in der Regel nach kurzer Zeit jedoch wieder ausgeglichen.

Quelle: UBA

 

Dampfförmiger Wasseranteil der Luft einer definierten Umgebung. Sie kann als absoluter Wert in Gramm pro Kubikmeter oder als relativer Wert (abhängig von der Temperatur) in Prozent angegeben werden.
Quelle: VdS 3151, Gesamtverband der dt. Versicherungswirtschaft, Verlag: VdS Schadenverhütungs GmbH, Köln, 2014.

« zurück zum Glossar Baubiologie
An den Anfang scrollen