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Luftionen sind einfach oder mehr fach positiv oder negativ elektrisch ge­ladene Teilchen in der Luft, deren Größe im molekularen oder sogar ato­maren Bereich liegen kann. Sie sind in unserer Umgebung mehr oder weniger, aber ständig vorhanden. Ihre Polarität und Anzahl sind durch Messungen,z.B. mit einem „Ionometer“ erfaßbar. Luftionen  entstehen durch Ionisation von Gasmolekülen. Hierbei  entsteht ein  positives Ion und ein freies Elektron. Das freie Elektron lagert sich an ein neutrales Molekül an und bildet so ein negatives Ion.

Luft­ionen entstehen in der freien Natur durch natürliche Radioaktivität, UV­ Strahlung, Blitzschläge in der Atmo­sphäre und durch kosmische Strahlung. Luftionen können auch künstlich erzeugt werden,  z.B.  durch  radioaktive Präparate oder durch Hochspannung.

In der Luft ländlicher Gebiete oder in Wäldern finden sich i.d.R. einige hundert bis einige Tausend überwiegend negativ geladener Luftionen pro Kubikzentimeter (700 – 2000 Ionen/cm³), dagegen in der Großstadtluft lediglich Konzentrationen von 100 – 800 Ionen/cm³.

Quellen: Dr. Andras Varga, Prof. Dr. med. V.H. Mersch-Sundermann

 

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