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Aromatische Verbindungen (Aromaten) sind Kohlenwasserstoffverbindungen mit einem ringförmigen Aufbau, wobei im Vergleich zu einfachen cyclischen Verbindungen besondere Bindungseigenschaften zwischen den Kohlenstoff¬atomen im Ring bestehen. Für das toxikologisch wegen seiner krebserzeugen¬den Wirkung besonders bedeutsame Benzol, die Grundsubstanz der Aroma¬tengruppe mit 6 Kohlenstoffatomen, kommt für den Schulbereich als Quelle praktisch nur verkehrsbelastete Außenluft (bis zu 1 % Benzol sind als Bestand-teil im Kraftstoff erlaubt) in Frage.
Toluol wurde früher häufig als Lösemittel eingesetzt. Heute werden höhe¬re aromatische Verbindungen mit 8 Kohlenstoffatomen und mehr (sog. Alkyl-Aromaten) anstelle von Toluol eingesetzt. Diese sind oft auch geruch¬lich auffällig. Die geruchliche Auffälligkeit trifft auch für das Styrol zu, das allerdings in Schulen selten angetroffen wird. Auch mehrkernige aromati¬sche Kohlenwasserstoffe (z. B. Naphthalin, Indene) sind im Allgemeinen in der Innenraumluft von Schulen von geringer Bedeutung, ausgenommen es wurden Bitumen- und Steinkohlenteerprodukte z. B. in Fußbodenaufbauten (Feuchtesperre, Parkettkleber) eingesetzt; dann werden derartige Verbindun¬gen in die Innenraumluft abgegeben.
Quelle: UBA

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