Beim Wort “Elektrosmog” denken die Meisten zuerst an Funkwellen, die sich ja sehr weit von der Quelle noch auswirken können – wie ja der Handy- und WLAN-Empfang noch im tiefsten Keller zeigt.

Elektromagnetische Wellen entstehen, wenn die Frequenz der elektrischen Wechselspannung und die Maße des Leiters im richtigen Verhältnis stehen. Dann löst sich eine elektromagnetische Welle von der Antenne und breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Von Hochfrequenz spricht man ab dem unteren Kilohertz- bis zum Gigahertz-Bereich.


Der Trend zum mobilen Datentransfer über Smartphones, Tablets & Co. hat in den letzten Jahreen stark zugenommen und die Strahlenbelastung der Bevölkerung kontinuierlich erhöht. Verursacher sind neben Handys, DECT-Schnurlostelefone,  hausinterne W-LAN Router, WIFI, Hot Spots, Bluetoothgeräte, Polizeifunk TETRA aber auch Induktionsherde, Mikrowellen, Radio und TV.

Man unterscheidet thermische und nichtthermische Wirkung. Während die thermische Wirkung, also die Körpererwärmung gut erforscht ist, werden die nichtthermischen Wirkungen noch kontrovers diskutiert. Aktuelle Studien geben Hinweise auf Auswirkungen der gepulsten Strahlung: Veränderung der Hirnströme, Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, genschädigende Wirkung beim Menschen, Störung der Zellmembran und, und, und …

breitbandmessungDie Breitbandmessung ist eine orientierende Messung. Sie bietet einen groben Eindruck, in welcher Größenordnung die gesamte Strahlung vorliegt.

  • Rasche Abklärung der momentanen Strahlungsintensität.
  • Geeignet zur Vorbereitung einer Spektrumanalyse.

Die Spektralanalyse ist ein frequenzselektives Messverfahren, das in der Lage ist, sowohl die Stärke als auch die Frequenz und die Modulation jedes Sendesignals genau zu erfassen und einzeln zu messen.

  • spektrumanalyseVollständiges Bild über die vorhandenen Strahlungsquellen.
  • Aufschlüsselung der verschiedenen Funkdienste. UKW-Tonrundfunk, VHF- und UHF-Fernsehen, Behördenfunk TETRA, Mobilfunk LTE, GSM 900 (D-Netz), GSM 1800 (E-Netz) sowie UMTS, WiMAX, DECT-Schnurlostelefone, WLAN, Bluetooth und Radarsender.
  • Hochrechnung auf maximale Anlagenauslastung (Mobilfunk).
  • Komplexe Technik, die viel Erfahrung und kalibriertes Equipment voraussetzt.
  • Zur Festlegung von Abschirmmaßnahmen geeignet.
  • Zur Kauf- und Mietentscheidung geeignet.

FAZIT:

Bei Kauf-/Mietentscheidungen und Abschirmmaßnahmen ist die Spektralanalyse unerlässlich. Beide Messverfahren können kombiniert eingesetzt werden: Nicht an allen Messpunkten müssen Spektrumanalysen gemacht werden, wenn die Zusammensetzung des hochfrequenten Spektrums einmal bekannt ist.

Eigene Störquellen werden soweit möglich entfernt oder zumindest zeitweise abgeschaltet. Kommen die Einwirkungen von außen, hilft oft das Ausweichen auf einen weniger belasteten Platz oder das gezielte Abschirmen der richtigen Flächen.


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