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Problemstellung: Atemwegsbeschwerden bei einem Neugeborenen

Bereits wenige Wochen nach der Geburt traten bei einem Säugling massive Atemwegsbeschwerden auf. Es wurden auch Verdauungsprobleme mit saurem Stuhl festgestellt. Es bestand der Verdacht auf eine Lungenentzündung und es erfolgte die stationäre Behandlung in einer Klinik. Während seines stationären Klinikaufenthaltes klangen die Beschwerden ab. Nach Rückkehr in die Wohnung traten die Symptome in kürzester Zeit erneut auf und es erfolgte erneut eine stationäre Behandlung. Über fast sechs Monate wiederholte sich der Wechsel mit massiven Beschwerden Zuhause und raschem Abklingen der Symptome in der Klinik mehrfach. Der behandelnde Arzt der Klinik vermutete schließlich als Noxe eine häusliche Belastung mit Schimmelpilzen. Es wurde deshalb ein Umweltmediziner und Kinderarzt eingeschaltet, der eine Untersuchung der Wohnung veranlasste.

Feuchtemessung: Erhöhter Wert

Untersuchungsergebnis: Schimmel

Es wurde in der Außenwand im Kinderzimmer und im Schlafzimmer ein mikrobieller Befall vermutet, sowie im Fußboden in der Küche und im gesamten Keller. Exemplarisch wurde der Putz der Außenwände im Kinderzimmer und Schlafzimmer auf Pilze und Bakterien analysiert und zu den festgestellten Feuchtigkeitsschäden in Küche und Keller Sanierungsempfehlungen ausgesprochen. Die Materialanalyse des Putzes aus dem Kinderzimmer ergab eine Besiedlung mit den Schimmelpilzen Aspergillus und Penicillium sowie mit Actinomyceten.

Die Analyse des Wandputzes von der Außenwand im Schlafzimmer ergab Aspergillus restrictus, Aspergillus versicolor, Ulocladium, Penicillium und nicht identifizierte Bakterien.

Lösung

Die Familie entschied sich zum Auszug. Seit dem Bezug der neuen Wohnung sind die Beschwerden beim Säugling nicht mehr aufgetreten.

 

Quelle: KVWL, Dr. Lorenz, 2008

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