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Angst vor Mobilfunkstrahlung? Da kann man doch was tun. Das Zauberwort heißt Abschirmung.

Anbieter von Abschirmgeweben und –farben werben mit hervorragenden Dämpfungseigenschaften und leichter Handhabung. Das sind  überzeugende Verkaufsargumente – nicht falsch, doch leider nur die halbe Wahrheit. Jeder Hinweis auf unerwünschte Nebenwirkungen wird totgeschwiegen.

Die Deutschen sind Weltmeister im Abschirmen. Landauf, landab werden Flächenabschirmungen an Wände, Böden, Decken aufgebracht. Bestenfalls von einer Fachfirma, die zumindest den Personen- und Sachschutz sicherstellt, oft jedoch in Eigenregie von heimwerkelnden Laien.

Bei Abschirmungmaßnahmen steckt der Teufel (bzw. der Erfolg) im Detail. Die Basis für eine erfolgreiche Abschirmung ist eine solide messtechnische Bestandsaufnahme vor Ort. Dazu gehört neben den hochfrequenten Strahlen auch ein Blick auf die niederfrequenten Felder.
Hier einige Informationen zum tieferen Verständnis.

Abschirmung

Der Erfolg einer Abschirmung wird durch viele Details beeinflusst. Damit durch aufwändige Maßnahmen der optimale Effekt und nicht gar eine „Verschlimmbesserung“ erreicht wird, sind die physikalischen Grundlagen zu beachten.

Leider stellen die Hersteller und Verkäufer von Abschirmmaterial die Sachlage unzulässig vereinfacht dar, hier steht eben der Verkauf und nicht die optimale Beratung im Mittelpunkt der Bemühungen.

Abschirmgeometrie

Damit weder zu viel, noch zu wenig abgeschirmt wird ist die professionelle messtechnische Erfassung der Einstrahlung nötig. Im zu schützenden Bereich werden dabei Intensität, Frequenzen, Funkdienst und Richtung(en) über Spektralanalyse ermittelt. Hierbei gibt es oft für den Kunden überraschende Ergebnisse: Reicht manchmal schon die senderseitige Schirmung für einen guten Schutz, so sind allzu oft auch senderabgewandte Flächen zu schirmen.
In diesem  Beispiel hätte der Kunde ohne professionelles Abschirmkonzept bei gleichen Kosten nur einen Bruchteil der Abschirmwirkung erreicht.

Feldverzerrung (NF)

Flächenabschirmungen (HF wie NF) erfolgen durch leitfähige Materialien. Diese Leitfähigkeit führt zwangsläufig zu einer Veränderung der Ausprägung elektrischer Wechselfelder im Raum. Dadurch ergibt sich häufig ein unerwünschter Anstieg der elektrischen Feldstärken im schützenswerten Bereich.

Ungeerdete Abschirmflächen verschleppen Potentiale großflächig. Auf anderem Potential (z.B. Erde) liegende Abschirmungen ziehen elektrische Felder regelrecht an – bei ungeschickter Anordnung von Feldquellen oder auch Abschirmungen können so Feldstärken unabsichtlich erhöht, statt reduziert werden.

Abschirmkonzept

Ein objektbezogenes Abschirmkonzept muss daher immer die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Die Grundlage jeder zielführenden Planung – insbesondere im Bestand – ist die professionelle Messung vor Ort. Nach der Bestandsaufnahme wird durch Abschalt- und Abschirmversuche ein optimales Abschirmkonzept erarbeitet. Die Abnahmemessung zeigt, ob die Abschirmung ohne Nebenwirkungen funktioniert. Erst dann kann man von einer erfolgreichen Abschirmung sprechen.

 Kosten

Zugeben, die professionelle, messtechnische Begleitung von Abschirmmaßnahmen gibt es nicht zum „Nulltarif“.
Doch was nützt eine unsachgemäß ausgeführte Maßnahme? Sie nützt nicht, sie schadet– und das kann nicht das Ziel sein.

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