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Elektro-Hypersensibilität, Elektrosensibilität, Elektroempfindlichkeit – darunter können sich viele Menschen wenig vorstellen. Kein Wunder – kann man doch elektrische Phänomene nicht sehen, hören und (außer den von EHS betroffenen) auch nicht fühlen.

Hier möchte ich daher ein Fallbeispiel veröffentlichen, das mir ausdrücklich dafür zur Verfügung gestellt wurde. Die betroffene Person ist eine – eigentlich kerngesunde und besonderer seelischer Anfälligkeit unverdächtige – Bäuerin aus dem bayerischen Voralpenland.

Quelle: Diagnose Funk

Wer einen bäuerlichen Kleinbetrieb und dazu noch die Familie jahrelang mit Herz und Hand meistert, hat sicherlich daneben weder Zeit noch Kapazität für Überspanntheit, was ja den Betroffenen oft unterstellt wird.

Nach Messung endlich wieder besser geschlafen

Die Kundin schreibt mir: „Beim Ortstermin haben wir die erhöhte Strahlung durch die DECT-Telefone erkannt. Diese wurden deaktiviert und ich habe erstmal wieder besser geschlafen.

Der Zustand hat sich allerdings wieder akut verschlechtert: Herzklopfen, nicht zur Ruhe kommen, Körper war immer in “Angst-Zustand”, auf “Warnstellung” (vom Kopf her, vom Gefühl her, vom Herzklopfen). Ich habe dafür nun das WLan unseres Mieters verantwortlich gemacht, dass er täglich von 7.00 – 23.00 Uhr laufen lassen.

Nur noch im Keller schlafen können

Es war so krass, dass ich zum Schlafen in den Keller gezogen bin. Nun hat der Mieter das WLan nun doch seit 2 Tagen ausgestellt und ich fühle mich erheblich freier und wohler. Ich merke tatsächlich eine 1:1 Wirkung, ob das WLan an ist oder nicht. Beim Einschalten reagiere ich innerhalb von 10 Minuten. Wenn er es ausschaltet, hängt mein Organismus wohl noch eine halbe Stunde nach, bis er sich wieder beruhigt.

Ich diagnostiziere also eine “Hypersensibilität gegenüber ElektroSmog bzw. Funkstrahlung”.“

Ein Brief, der betroffen macht

Ich muss gleich sagen, ich mache es nicht freiwillig. Es macht keinen Spaß, paranoid zu sein. Man rutscht da hinein. Je mehr man davon weiß, desto mehr nimmt man wahr. Es ist ein Teufelsrad, eine Katastrophe einerseits, eine Befreiung andererseits.

Angefangen hat es damit, dass ich beim Augenarzt war. Ich trage seit meinem 13. Lebensjahr Kontaktlinsen. Und dann nervten sie mich bei der Computerarbeit.  Mir wurde es schwindelig, die Augen schmerzten, der Kopf brummte. Ich hatte keinen Bock mehr und wollte mir die Augen lasern lassen. Doch die Augenärzte sagten, es wäre ein unglückliches Alter. Zwischen 45 und 55 Jahren laserten sie nur ungern, weil man gerade in dieser Zeit weitsichtig werde. Ich fügte mich – klar.

Die Welt änderte sich für mich, als ich (nach etwa 15 Jahren) erneut auf das Thema Baubiologie stieß und Herrn Streil um eine Untersuchung meines Hauses bat. Wir haben ein Bauernhaus im Eigentum mit Milchviehbetrieb und Untermietern.

Ich bat um Messungen im Haus, da ich unter extremer Schlaflosigkeit, Herzrasen in der Nacht, wilde Träumen etc. litt. Ich war bereits matt, ausgebrannt, kraftlos. Die Übeltäter fand er schnell heraus: Er vermutete die Schnurlos-Telefon meiner Mieter als Verursacher – standartmäßig auf 100 Prozent Sendeleistung eingestellt, Tag und Nacht. Zwei Basisstationen bzw. Fritzboxen sendeten toujours durch, nicht nur, wenn telefoniert wurde, und verstrahlten mein Bett (und auch das übrige Haus) mit Werten, die das 20-Fache von dem übertrafen, ab wo Reaktionen im menschlichen Körper festzustellen sind. Nach kurzer Diskussion und Nachweisen auf dem Messgerät stellten unsere Mieter ihre Fritzboxen auf den Eco-Modus um – der eine bereitwilliger, die andere weniger bereitwillig.

Erste Besserung

Mir ging es schlagartig besser. Ich fühlte mich wohler, schlief auch wieder – und packte mich aber auch an der eigenen Nase. Ich wechselte Energiesparlampen aus und ersetzte sie mit Halogen oder LED-Lampen. Ich kaufte mir einen neuen Monitor nach TCO-Norm (strahlenarm, flimmerfrei) und besorgte mir für das Büro ein schnurgebundenes Telefon. Das Privattelefon, mit dem wir immer nur mit Lautsprecher-Funktion telefonieren, um den Hörer mindestens 15 cm weit vom Kopf fernzuhalten, war schon längst auf den ECO-Modus umgestellt.

Ganzheitlich eingestellt ging ich auch das Thema Essen an: Ich beschloss, bis auf kleine Ausnahmen abends keine Kohlenhydrate (Brot) und kein Zucker mehr zu essen. Mir war ja klar, dass viele bei meinen Erzählungen mit einem Augenzwinkern auch an die Wechseljahre dachten (die ich bislang noch nicht wirklich habe, ich merke es ja alle 3 ½ Wochen).

Was stört hier noch?

Nun gut, mir ging es mit der ECO-Modus-Einstellung bei allen Schnurlos-Telefonen im Haus wieder besser. Doch leider nur für etwa einen Monat. Dann schlug die Schlaflosigkeit, das Herzrasen, die Müdigkeit und die Konzentrationslosigkeit erneut zu. Intuitiv zog ich wieder aus dem Ehebett aus, in das Erdgeschoss, dann in den Keller. Ich sage nur: So etwas macht man nicht freiwillig!!! Auch am Tag raste mein Herz, verbunden mit Angstzuständen.

Draußen geht es besser – immerhin

Mir ging es besser, wenn ich das Haus verließ. Wenn ich nach Hause kam und an was völlig anderes dachte (Meine Kinder haben Hunger, was koche ich nur?), traf es mich beim Betreten des Hausflures wie mit einem Laserschwert. Von einer Sekunde auf die andere hatte ich wieder Herzklopfen und Angstzustände, so als hätte ich etwas ausgefressen und würde im nächsten Moment ertappt werden. Diese Angstzustände und das Herzrasen den ganzen Tag über ist eine Qual, es ist Horror, eine Folter und macht gewiss nicht Spaß!

Die Ursache

Ich machte nun das WLan der Mieter verantwortlich. Herr Streil hatte ja keinen Einfluss von Außen messen können. Und sämtliche andere Quellen in meiner Umgebung wie Fernseher, HIFI-Anlagen, Mikrowellen waren längst mit Hilfe von zweipoliger Steckdosen-Ausschalter bestmöglich lahmgelegt.

Unsere Mieter belächelten mich zunächst. Welch Erleichterung war es, als mein einer, besagter Mieter endlich in den Urlaub fuhr und alles ausgeschaltet hatte. Nicht nur zwischen 23.00 und 7.00 Uhr in der Früh, sondern den ganzen Tag. Für mich war der Beweis klar.

Von nun an verbat ich WLan. Und nein, das PowerLan mit Internet über Steckdose wollte ich in meinem Haus auch nicht haben. Weder für mich noch für meine im Wachstum befindenden Kinder.

Der Erfolg

Nun macht es mir keine Probleme mehr, am eigenen Computer zu arbeiten. Ich fühle mich wieder frei. Kein Herzklopfen, keine Konzentrationsschwierigkeiten am Computer mehr – und selbst die Augen tun mir nicht mehr weh. Vielleicht werde ich mir doch nicht in 8 Jahren die Augen lasern lassen.

In der Hoffnung, dass der Staat uns / mich dann nicht bereits mit seinem G5 kaputt gemacht hat. Angeblich ist ein Mast in unserer Gemeinde schon aufgestellt worden.

 

Bildquelle und weitere Informationen zur EHS: Diagnose Funk

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